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„…ins tiefste Herz…“

Friedrich Hölderlin zum 250. Geburtstag

(* 20. März 1770 in Lauffen am Neckar  

† 7. Juni 1843 in Tübingen)

 

Maraile Lichdi, Sopran, und das Sonar Quartett präsentieren Werke von Luigi Nono, Rozalie Hirs (UA) und Leoš Janáček.

 

 

1. November 2020, 17.00 Uhr

Kilianskirche Heilbronn

In Zusammenarbeit mit Musik an der Kilianskirche Heilbronn

Eintritt frei

 

1. November 2020, 11.30 Uhr 

Klosterhof Lauffen a. N.

Veranstalter: Stadt Lauffen

Eintritt frei

 

Hölderlin 2020

 

 

 

 

 

Hölderlin-Gedichte und Briefe an Suzette Gontard inspirierten Luigi Nono zu seinem expressiv-ätherischen Streichquartett „Fragmente – Stille. An Diotima“ (1980): hier geraten das Innehalten und Verstummen zu emphatischen Momenten der Vergegenwärtigung.

Die niederländische Künstlerin Rozalie Hirs nähert sich dem Dichter über das „Hohelied der Liebe“ und vertont ein eigenes Gedicht für Sopran und Quartett (Auftragswerk Förderkreis Neue Musik Heilbronn).

Leoš Janáčeks Streichquartett „Intime Briefe“ (1928) setzt als schöpferischer Reflex geheimer Liebe Unaussprechliches in leidenschaftliche Töne: ein erhellender Perspektivwechsel.

 

Seit seiner Gründung 2006 tastet das Sonar Quartett (www.sonarquartett.de) immer wieder die Ränder der klassischen Musik ab, es erschafft Utopien und improvisiert Klangabdrücke, deren Nachhall schon den Weg zum nächsten notierten Werk nährt. Künstlerisch inspiriert und aufgehoben fühlen sich Wojciech Garbowski und Susanne Zapf (Violine), Nikolaus Schlierf (Viola) und Cosima Gerhardt (Violoncello) in ihrer Viersamkeit, weil sie einander ständig aufs Neue anstacheln und fordern und verschiedenste Ideen in einem Schmelztiegel heiß verkochen, was in ein lebendiges, pulsierendes Konzerterlebnis auf höchstem Niveau mündet. Die vier in Berlin lebenden Musiker verstehen sich als komponierendes Streichquartett, das weit über vermeintliche Genregrenzen hinausgreift, indem es sich elektronischer Verstärkung und Verfremdung, aber auch der eigenen Körper bedient, etwa in Projekten mit dem Beatboxer „Mando“ oder der Komponistin Alwynne Pritchard.

In eigenen Konzertreihen wie „Utopie Streichquartett“ und „Ränder“ haben die vier dabei ihre ideale Musik gefunden – fragil, aber unglaublich intensiv. Konsequent haben sie in der Konzertsaison 2019 eine CD mit selbst improvisiert-komponierten Werken herausgebracht. Beim Huddersfield Contemporary Music Festival 2019 kam jüngst ein neues Werk von Naomi Pinnock zu den mehr als 100 Uraufführungen hinzu, die das Sonar Quartett bereits gespielt hat.

 

Maraile Lichdi (www.marailelichdi.de) singt als eine von wenigen Sängerinnen weltweit Reimanns „Lady Lazarus“ für Sopran solo. Mit diesem Werk gewann sie 1998 das Vorsingen für ihr Operndebüt am Staatstheater Stuttgart als Solistin in „Al gran sole carico d'amore“ von Luigi Nono unter Lothar Zagrosek und Martin Kuszej.

Von 2000 bis 2009 war Maraile Lichdi als festes Ensemblemitglied am Theater der Stadt Heidelberg engagiert. Gastverträge führten sie an die Opern Frankfurt, Hannover, Oldenburg und Duisburg. Sie arbeitet unter anderem mit Dirigenten wie Boris Böhmann, Joana Mallwitz, Mario Gebert, Paolo Carignani, Kwamé Ryan, Roland Kluttig, Nicol Matt, David Coleman und Cornelius Meister zusammen.

Zu Maraile Lichdis Repertoire gehören knapp 40 Opernpartien und über 40 Konzert- und Oratorienwerke, unter anderem die Elettra in Mozarts „Idomeneo“, die Donna Anna in „Don Giovanni“, die Gräfin in „Die Hochzeit des Figaro“ sowie im Konzertbereich Mozarts „Exsultate Jubilate“ und c-moll-Messe, Bachs „Jauchzet Gott in allen Landen“, das „Weihnachtsoratorium“ und  alle Passionen und Pergolesis „Stabat Mater“.

Maraile Lichdi hat sich als Expertin im Bereich moderner Vokalmusik einen Namen gemacht. Unter anderem sang sie Uraufführungen von Wilfried Hiller („Der klingende David“ und „Gedankensplitter“), Jörg Widmann („Das Echo“), Wilfried Maria Danner („Das Märchen nach ewig und drei Tagen“) und Alexander Muno („Vom Meer“). Auf CD sind folgende Aufnahmen erschienen: Luigi Nono „Al gran sole carico d'amore“ (Teldec 2001), W.A. Mozart „Concert Arias“ (Brilliant Classics 2006).

Maraile Lichdi gibt regelmäßig Meisterkurse in Karlsruhe, Schwaigern und im Chiemgau.

 

Die aus Gouda gebürtige Rozalie Hirs (www.rozaliehirs.com) ist Dichterin und Komponistin in Personalunion. Ihr interdisziplinär ausgerichtetes Schaffen umfasst Vokal- und Instrumentalwerke, akusmatische Musik und Lyrik. Rozalie Hirs‘ Kompositionen werden von Amsterdam Sinfonietta, ASKO | Schönberg, Royal Concertgebouw Orchestra, the Bozzini Quartet, the Formalist Quartet, Klangforum Wien, WDR Musikfabrik, Musik der Jahrhunderte Stuttgart, the Netherlands Radio Philharmonic Orchestra und Slagwerk Den Haag aufgeführt, erscheinen bei Deuss Music, Den Haag, und werden bei Attacca Productions (CD) veröffentlicht. Hirs' lyrische Arbeiten umfassen neben den gedruckten Sammlungen auch digitale (Apps) und interaktive Werke in Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern und Grafikern. Sie sind bei Singeluitgeverijen | Querido Amsterdam sowie bei kookbooks Berlin verlegt. 

Hirs schloss ihre Studien an der Columbie University New York mit dem Doctor of Musical Arts (2007), am Royal Conservatoire Den Haag mit dem Master of Music (1998) und an der Twente University mit dem Master of Science im Fach Chemical Engineering (1990) ab.

 

Mitte der 1980er Jahre experimentierte Rozalie Hirs, zunächst als Singer-Songwriter, erstmals mit der gegenseitigen Beeinflussung von Wort und Ton und entwickelte daraus innerhalb von zwei Dekaden ihren spezifischen interdisziplinären Personalstil, der textbezogene Kompositionen aus den musikalischen Parametern der Sprache entwickelt, und hybride Formen des Musiktheaters zeitigt. Ihre lyrische Sprache gibt durch überraschende Assoziationen schlaglichtartig flüchtige Sinnebenen frei und lotet in ihrer brüchigen, zur Auflösung tendierenden Syntax die Grenzen der Textkohärenz aus. 

 

 

 

 

 

Thomas Fritsche als Friedrich Hölderlin. Premierenfoto aus den Städtischen Museen im Deutschhof Heilbronn von Peter Giehrl.

 

„SCHÖNES LEBEN! DU LIEGST KRANK“

Theaterstück über das Leben und Werk von Friedrich Hölderlin

von Helga Fleig mit akusmatischer Musik von Lothar Heinle (UA), mit Thomas Fritsche als Friedrich Hölderlin. Dramaturgie, Bildprojektionen, szenische Umsetzung realisiert durch Theater FF Heilbronn.

Dieses Stück eignet sich für die Klassenstufen 9-11 und ist für Aufführungen  im Klassenzimmer konzipiert. 

 

Gefördert durch die Kulturstiftung der Kreissparkasse Heilbronn und die Stadt Heilbronn.

 

Die Kulturstiftung übernimmt auf Antrag die Gebühren für Schulaufführungen. Buchungen unter:

theater-ffatthomasfritsche.com

 

 

Online-Aufführung bei den 30. Kinder- und Jugendtheatertagen Frankfurt/Oder:

4. Juni 2020, 10.30 Uhr unter:

www.theater-im-schuppen.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Hinweis auf weitere Aufführungen mit Neuer Musik in Heilbronn

 

Sonntag, 19. Juli 2020, 17.30 Uhr
Deutschordensmünster Heilbronn
Reihe Magnificat
Elektronische Musik von Clemens von Reusner, Else Marie Pade, Lothar Heinle, Hiromi Ishii und Steve Ingham.

 

Lothar Heinle (Heilbronn), Klangregie
Samstag, 11. Juli 2020 und Samstag, 25. Juli 2020, jeweils 12-18 Uhr
Inselspitze Heilbronn
Elektronische Klanginstallation <eigenwelten I/II>
von Lothar Heinle
in der Ausstellung "Es ist Zeit, ich kann nicht länger warten"
von Evi Böhringer-Kerner (28.06. - 26.07.2020)

 


 

 

Perspektiven 2020/ 2021

Städtische Museen Heilbronn