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Gerne weisen wir auf die Ausschreibung zum Kompositionswettbewerb ad libitum der Winfried Böhler Kultur Stiftung hin. Die Ausschreibung 2026/2027 erfolgt in Kooperation mit der Städtischen Musikschule Heilbronn und ihren Ensembles. 

Die Winfried Böhler Kultur Stiftung lädt Komponist*innen ein, sich bis 31. März 2026 um einen Kompositionsauftrag für eines der Musikschulensembles zu bewerben. 

Nähere Informationen unter https://www.mdjstuttgart.de/spiel-raeume/ad-libitum/

 

  

 

01.01.2026, 17.00 Uhr, Böckinger Stadtkirche St. Pankratius

Neujahrskonzert unter der Leitung von Bezirkskantor Thomas J. Astfalk mit den Gesangssolisten Leonie Zehle, Filippa Möres-Busch, Leon Pfeiffer und Siegfried Laukner, dem Böckinger Kammerchor sowie dem erweiterten Kammerensemble Fred Schuster und Bezirkskantorin Bettina Astfalk-Lehmann, Orgel. Mit Werken von Thomas J. Astfalk  („Böckinger Te Deum“, 2008) sowie von Georg Friedrich Händel (Der Messias, I. Teil; Suite aus der Wassermusik).

Eintritt frei. 

© Kirchenmusik Böckinger Stadtkirche

 

Januar bis März 2026, Kunsthalle Vogelmann

„Vom Hören, Sehen und Fühlen“, Workshops für Kitas: Gemälde von Hal Busse und Musik von Tristan Murail Kooperation mit Junge Akademie Christoph Reinwald. Moritz Beck / Martin Dressler, Gitarre (alternierend). Mit Kunsterzieherin Angelika Stengel.

Buchung über die Städtischen Museen Heilbronn 

© Förderkreis für Neue Musik Heilbronn 

 

 

 

 

Ab März 2026

Pilotprojekt mit Marion Potyka

Hören, Empfinden, Nachahmen, Improvisieren: Workshopreihe mit Neuer Musik für Vorschulkinder

 

Visuelle Reize dominieren die menschliche Wahrnehmung, da das visuelle System einen enormen Anteil der sensorischen Informationen an das Gehirn liefert. Schon Kinder vernachlässigen darüber bewusstes Hin- und konzentriertes Zuhören, obwohl das schnelle Entschlüsseln von akustischen Reizen ebenfalls überlebenswichtig ist und Höreindrücke zudem eine starke emotionale Wirkung ausüben. Der Hörsinn ist sensibler, genauer und leistungsfähiger als das Auge, es lohnt sich also, ihn behutsam auszubilden und zu trainieren.

 

Mit diesem Pilotprojekt, entwickelt von Marion Poytka und Nanna Koch, bietet der Förderkreis für Neue Musik Heilbronn erstmals eine eigene mehrteilige Workshopreihe mit Solo-Werken der Neuen Musik für Vorschüler*innen an. Die Kinder lauschen und tauchen emotional in die live gespielte Musik ein. Sie entdecken klangliche Phänomene und werden angeleitet, die musikalischen Parameter zu identifizieren. Schon bald beginnen sie, Gehörtes und Erlebtes mit der Stimme / dem Körper / ggfs. mit Instrumenten zu imitieren und eigene musikalische Ideen zu entwickeln. Am Ende stehen das selbstbewusste Improvisieren und musikalische Interagieren mit der Musikpädagogin. 

 

Warum Neue Musik? Neue, ungewohnte Reize stimulieren die Aufmerksamkeitsspanne. Die von Marion Potyka ausgewählten Werke für Klarinette solo (Luciano Berio, Pēteris Vasks, Wilfried Hiller) sind wegen ihrer Fasslichkeit und moderaten Maximal-Lautstärke für Kinder im Vorschulalter besonders geeignet. Am Ende der Workshopreihe, die auch kleine »Hausaufgaben« enthält, wissen die Kinder, worauf es beim Hören ankommt. Sie haben Lust, Musik zu entdecken und mitzuerleben (Was passiert auf der musikalischen Ebene? Wer erkennt das wiederkehrende Motiv?), selbst musikalisch aktiv zu sein, zu singen bzw. ein Instrument zu erlernen und Konzerte zu besuchen.

 

Die Leiterin der Workshopreihen Marion Potyka studierte Musikpädagogik und Orchestermusik (Hauptfach: Klarinette) bei Prof. Waldemar Wandel in Trossingen und schloss ihre Konzertreife mit Auszeichnung bei Prof. Eduard Brunner in Saarbrücken ab. Als Klarinettistin ist sie Mitglied des Heilbronner Sinfonieorchesters, der Heilbronner Bläserphilharmonie (hier wiederholt auch Dozentin), der Orchesterakademie Heilbronn-Franken (hier bis 2022 auch Dozentin) sowie verschiedener Kammerensembles und konzertiert im In- und Ausland. Außerdem kreierte sie gemeinsam mit dem Heilbronner Kindertheater »Radelrutsch« mehrere Bühnenstücke. Von 1999 bis 2022 unterrichtete Potyka an der Städt. Musikschule Heilbronn. Seit 2022 arbeitet sie als selbständige Lehrerin, um ihre Schüler ab den ersten Unterrichtsstunden im Ensemblespiel anzuleiten. So baute sie ab dem Jahr 2000 den Klarinettenchor »Maripo« auf, bei dem ihre Schüler aller Altersstufen mitwirken. Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen entwickelt sie kreative Projekte, die weit über das normale Unterrichtsgeschehen hinausgehen: die Schüler spielen auswendig, bewegen sich, tanzen, erfinden gemeinsam Choreographien. Im Laufe von mehr als zwei Jahrzehnten entstanden so: Kleiner Ton (2002), Die Zauberklarinette (2004), Alles ist möglich (2007), Klarinette grenzenlos (2019) sowie das Filmprojekt Walking the dog (2021), das mit dem 3. Preis beim Bundesfestival »Junger Film« in St. Ingbert ausgezeichnet wurde. Derzeit ist ein neues Projekt in Vorbereitung, das im Juni 2026 in Heilbronn uraufgeführt wird. Potykas Schüler sind erfolgreich bei den Wettbewerben des Tonkünstlerverbands, »Jugend musiziert« sowie internationalen Jugendwettbewerben in Italien und Ungarn. Es ist Marion Potyka ein großes Anliegen, die Freude beim Musizieren, verbunden mit fundiertem Wissen und unter Berücksichtigung aller Sinne, zu wecken.

 

© Katholische Kindertagesstätte St. Christophorus, Heilbronn.

 

 

 

 

 

 

 

 

15.06.2026, 11.00 Uhr und 19.00 Uhr, Kunstverein Heilbronn / Kunsthalle Vogelmann

„Ich will frei sein – das darf mich das Leben kosten!“

Musikalische Lesung zum 90. Geburtstag von Ernst Siegfried Steffen in der Ausstellung von David Ostrowski

Kooperation mit dem Literaturhaus und dem Kunstverein. 

Einführung: Dr. Anton Knittel

Ausführende: Trio vis-à-vis mit Natasha López (Stimme), Petra Arman (Flöte), Hugo Rannou (Violoncello). Werke von Emil Kuyumcuyan, Helmut Lachenmann, Brian Ferneyhough, Georges Aperghis, Salvatore Sciarrino, Bernhard Lang, Iván González. 

Textauswahl und Zusammenstellung: Dr. Nanna Koch

Gefördert im Rahmen des Literatursommers 2026 – Eine Veranstaltungsreihe der Baden-Württemberg Stiftung, www.literatursommer.de

 

Eintritt frei. Tickets: diginights.com/literaturhaus 

Trio vis-à-vis © Martin Sigmund 

 

Eine von Prügelattacken des alkoholkranken Vaters und Heimaufenthalten geprägte Kindheit, wiederholte Eigentumsdelikte, Jugendgefängnis, schließlich Zuchthaus: der aus Heilbronn-Böckingen gebürtige Ernst S. Steffen (15.06.1936-10.12.1970) verbringt fast 17 Jahre seines kurzen Lebens in Fürsorgeheimen oder Strafanstalten. Seine Aussichten werden von Gutachtern unterschiedlicher Disziplinen skeptisch beurteilt. Doch Steffen gibt nicht auf. Er kämpft um seine private und berufliche Zukunft und nimmt jede positive Rückmeldung zum Anlass, an sich zu glauben. Der Bruchsaler Gefängnisassessor Rolf Zelter entdeckt im Rahmen des Lesezirkels Steffens Talent und stellt erste Gedichte der Öffentlichkeit vor. Der Erfolg motiviert Steffen, weiter an sich zu arbeiten und berufliche Pläne für die Zeit nach der Entlassung zu schmieden. Trotz ungünstiger Prognosen des Ministeriums und zahlreicher persönlicher Enttäuschungen wird er nicht rückfällig.

 

Im Hinblick auf das diesjährige Motto des Literatursommers „Mit Zuversicht und Mut – literarische Visionen für morgen“ verkörpert Ernst Siegfried Steffen den unbändigen Willen, schreibend die ihn prägenden gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse zu erfassen, zu analysieren und kritisch zu hinterfragen. Über die Bestandsaufnahme und Aufarbeitung hinaus sucht Steffen nach Lösungen und entwickelt dabei eine aus heutiger Sicht bewundernswerte Resilienz. Allen Widrigkeiten zum Trotz gelingt ihm schreibend der Durchbruch zur Kunst.

 

 

Natasha López (Stimme) liest bzw. rezitiert Texte und Textauszüge von Ernst S. Steffen und bettet sie gemeinsam mit Petra Arman (Flöte) und Hugo Rannou (Violoncello) in Musik von Emil Kuyumcuyan, Helmut Lachenmann, Brian Ferneyhough, Georges Aperghis, Salvatore Sciarrino, Bernhard Lang und Iván González ein.

 

Das Stuttgarter Neue Musik Ensemble TRIO vis-à-vis wurde 2012 an der Musikhochschule Stuttgart von Marie Louise Lind (Violoncello), Sabine Beisswenger (Flöte) und Natasha López (Gesang) während intensiver Probenarbeiten zu Helmut Lachenmanns Trio-Komposition „temA“ gegründet. Von 2017 bis 2020 arbeitete das Trio in der Besetzung Maria Kalesnikava (Flöte), Hugo Rannou (Violoncello) und Natasha López (Gesang). Aufgrund der Inhaftierung der Flötistin und weißrussischen Oppositionellen Maria Kalesnikava im September 2020 änderte sich die Besetzung in: Guillermo González (Flöte) bis 2022, Petra Arman (Flöte) seit 2022, Hugo Rannou (Violoncello) und Natasha López (Gesang). Mit zahlreichen Konzerten und Veranstaltungen engagierte sich das Trio für seine Freundin und Kollegin Maria Kalesnikava und machte auf deren politische Ziele aufmerksam. Im Dezember wurde Kalesnikava zusammen mit 113 weiteren politischen Gefangenen von Präsident Alexander Lukaschenka begnadigt und konnte nach Deutschland ausreisen.

 

Der Name vis-à-vis bringt die enge Zusammenarbeit des Ensembles mit Komponist*innen zum Ausdruck. So erteilt das Trio regelmäßig Werkaufträge für seine besondere Besetzung und widmet sich interdisziplinären und hochaktuellen experimen-tellen Projekten, die gesellschaftliche Themen aufgreifen. Das Trio arbeitet oft und sehr gerne mit Künstler*innen aus anderen Kunstsparten wie Tanz, bildende Kunst, Figurentheater, Neue Medien, Schauspiel, etc. zusammen, um das musikalische und künstlerische Erlebnis zu intensivieren. Außergewöhnliche Projekte und Veranstaltungsorte betonen die Originalität und Kreativität als Ensemble und als Solist*innen.

 

Das Repertoire von TRIO vis-à-vis umfasst mittlerweile ebenso Werke der klassischen Moderne wie die Musik der Gegenwart sowie experimentell angelegte Werke. Das Trio arbeitete mit Helmut Lachenmann selbst und führte viele ihrer Besetzung gewidmete Uraufführungen von Komponist*innen wie Claudio Ambrosini, Jesse Broekman, Ulrich Kreppein, Sophie Pope, Remmy Canedo, Huihui Cheng, Alberto Hortigüela, Koka Nikoladze, Silvia Rosani, Alberto Bernal, Nicolai Worsaae, Helena Cánovas i Parés u.a. auf.

 

Das TRIO vis-à-vis tritt auf bei den wichtigsten Festivals und Konzertreihen für Neue Musik, u. a. bei TonArt Festival Esslingen, bei den Neue Töne Open (Stuttgart), bei den Konzertreihen Südseite Nachts, Unerhörte Musik (Berlin) und Der Sommer in Stuttgart von Musik der Jahrhunderte im Theaterhaus Stuttgart, beim Lachenmann PERSPEKTIVEN Festival, beim Vortragsrezital in der Royal Danish Academy of Music (Dänemark), bei der Konzertreihe in Dunkers Kulturhus (Helsingborg, Schweden), beim Suså Festival in Dänemark, beim ECLAT Festival und bei verschiedenen Konzertreihen von S-K-A-M e. V. (Stuttgarter Kollektiv für Aktuelle Musik).

 

 

 


 

 

 

17.06.2026, 19.00 Uhr, Stadtbibliothek Heilbronn, Podium im K3 (Berliner Platz 12)

Förderpreis für Neue Musik. Preisverleihung und Konzert. Schirmherr: Risto Joost.

Kooperation mit der Stadtbibliothek. 

Foto: Judith Wiesebrock © Katja Trost

 

 

 

24.09.2026, 12.30 Uhr, BW-Bank Heilbronn, Allee 11  

HörMal – die musikalische Mittagspause 

Natasha López (Stimme) präsentiert Werke von Kurt Schwitters, George Aperghis u.a.

Kooperation mit der BW-Bank

Anmeldung erforderlich: neue-musik-hn[at]t-online.de 

© Martin Sigmund

 

 

01.10.2026, 12.30-13.00 Uhr, BW-Bank Heilbronn (Kooperation)

HörMal – die musikalische Mittagspause

Maximilian Mangold (Gitarre) spielt Werke von Hans Werner Henze (100. Geburtstag), Alois Bröder u.a.

Anmeldung erforderlich: neue-musik-hn[at]t-online.de 

© Dietrich Bechtel

 

08.10.2026, 12.30 Uhr, BW-Bank Heilbronn (Kooperation) 

HörMal – die musikalische Mittagspause 

Marko Trivunović (Akkordeon) musiziert Werke von Sofia Gubaidulina und Vinko Globokar.

Anmeldung erforderlich: neue-musik-hn[at]t-online.de 

© Milan Babic

 

 

 

10.10.2026, Zeit und Ort noch offen

Lange Nacht der Kultur Heilbronn    

Ensemble Garage (Köln) präsentiert: „Acts 'n Sounds – Resonances“ 

Gefördert von der Stadt Heilbronn, vom Musikfonds und vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen 

 

Resonances lädt zu einer musikalischen Auseinandersetzung mit dem sensiblen Verhältnis von Mensch und Umwelt ein. Werke von Olga Neuwirth, Malika Kishino sowie neue Kompositionen von Shasha Chen und Annegret Mayer-Lindenberg eröffnen eindringliche Klangräume und laden zum Innehalten und Hinhören ein.

 

 

Olga Neuwirth: Fondamenta für Baßklarinette, Saxophon, Cello 

 

Malika Kishino:  Monokromer Garten II für Cello, Klarinette und Posaune 

 

Shasha Chen: Neues Werk für Klarinette, Posaune, Cello, E-Gitarre, Schlagzeug  

 

Annegret Mayer-Lindenberg: Neues Werk für Klarinette, Posaune, Cello, E-Gitarre, Schlagzeug

 

 

 

© Rebekka ter Braak

 

 

 

20.10.2026, 14.00 Uhr, Kilianskirche Heilbronn

Gottesdienst zur Verabschiedung von Karl Friedrich Bretz, Geschäftsführer des Kreisdiakonieverbands Heilbronn

Julian Emanuel Becker spielt Orgelwerke von Akira Nishimura u.a. 

© Philippe Stier

 

 

 

Schuljahr 2026/27: „Schönes Leben! Du liegst krank“, Hölderlin-Stück von und mit Theater FF, elektronische Musik von Lothar Heinle, buchbar für Schulklassen. Gefördert von der Kulturstiftung der Kreissparkasse Heilbronn.

Kontakt: neue-musik-hn[at]t-online.de

 

 

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